Es ist Frühling, die Sonne scheint und der erste April lässt nicht mehr lange auf sich warten. Oskar Lafontaine scheint aber nicht länger warten zu wollen und legt schon zwei Wochen früher los mit seinen Aprilscherzen und bezichtigt die USA und Großbritannien des Terrors.
„Ich verurteile jeden Terror: ob er von der früheren RAF ausgeübt wurde oder heute von Bush und Blair im Irak“ darf man von dem Mann lesen, der noch letztes Jahr eine Reise zu Mahmud Ahmadinedschad plante und auch ansonsten nicht unbedingt Berührungsängste zu anderen Terrorvereinigungen wie Hamas oder Fatah besitzt.
Offensichtlich scheint man in den USA den sehr speziellen „Humor“ eines Vorsitzenden der SED-Nachfolgepartei nicht wirklich deuten zu können, vielleicht aber gibt es in den USA mittlerweile gleichfalls genügend Spaßvögel, die die öffentliche Meinung hinsichtlich der Irak-Intervention ad absurdum geführt und in eine Farce verwandelt haben.
Zumindest lässt es sich anders nicht erklären, warum das Pentagon nun Pläne ausarbeitet, worin die „US-Kampftruppen im Irak durch amerikanische Militärberater“ ersetzt werden sollen. Es besteht kein Zweifel, dass die Ausbildung der Iraker weiterhin eine hohe Priorität besitzt, um die jungen Demokratie des Golfstaates zu stärken. Doch mittelfristig ist die Anwesenheit von ausländischen Streitkräften unerlässlich.
Zumindest nicht dann, wenn man es einem tatsächlichen Terroristen nicht überlassen will, was er bereits im März, Februar und auch in den Monaten zuvor vor plante: zu machen was er will.